Claudia Tietz
Claudia Tietz
Gesamtleiterin des Bereichs Individuelle Hilfen
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Betreutes Wohnen

Das Betreute Wohnen richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene beiderlei Geschlechts ab 16 Jahren, welche in ihrer persönlichen Entwicklung und beim Aufbau eines eigenverantwortlichen Lebens außerhalb ihrer Herkunftsfamilie oder auch im Anschluss an eine andere stationäre Hilfemaßnahme Begleitung, Beratung und Unterstützung benötigen. Hierbei unterscheiden wir zwischen stationär und ambulant Betreutem Wohnen.

Das ambulant Betreute Wohnen ...

... findet überwiegend in den von den jungen Erwachsenen angemieteten Wohnungen, bzw. im Vorfeld in den Räumlichkeiten des Vereins, und zu vorab vereinbarten Terminen statt. Hier bieten wir Jugendlichen/jungen Erwachsenen, die bereits über ein gewisses Maß an Selbstständigkeit verfügen, individuelle Hilfen bei der Suche, dem Bezug und der Gestaltung einer eigenen Wohnung, dem Umgang mit Behörden und Finanzen, der ggf. erforderlichen Bewältigung persönlicher Krisen und bei der Entwicklung eigener Lebensperspektiven an. Intensität und Umfang der Betreuung richten sich nach den mit dem Jugendamt auszuhandelnden Fachleistungsstunden.

Im Jahre 2013 ist es uns gelungen, die für manche Jugendlichen nicht unerhebliche Lücke zwischen dem Leben im Elternhaus, einer Wohngruppe oder einer anderen betreuten Wohnform und dem ambulant Betreuten Wohnen zu schließen und somit unserem Motto „Hilfen aus einer Hand" treu zu bleiben.

Das stationär Betreute Wohnen ...

... gem. §§ 34 und 41 SGB VIII richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr, die zwar aufgrund ihres Alters und ihrer Lebenserfahrung nicht mehr zu Hause/in einer Wohngruppe leben wollen, bzw. dort keine ausreichenden Entwicklungsmöglichkeiten mehr haben, denen aber auf der anderen Seite der Schritt in eine eigene Wohnung zu groß ist. Diese Jugendlichen benötigen unserer Erfahrung nach eine „Übergangshilfe", eine realistische Lernsituation, innerhalb derer sie sich in der schrittweisen Übernahme von Eigenverantwortung erproben können.

Zu diesem Zwecke hält der Verein Wohngemeinschaften gut ausgestatteten Wohnraum, sowohl für eine 2er Belegung, als auch für das Einzelwohnen vor. Alle durch den Verein angemieteten Wohnungen liegen zudem stadtnah, so dass Schulen, die Innenstadt und Freizeiteinrichtungen sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

Der Verein Wohngemeinschaften sieht in dem stationär Betreuten Wohnen die Chance, eine eben solche „Lernsituation mit Ernstcharakter" einzurichten und den Jugendlichen damit einen partiellen Schonraum auf dem Weg in die Selbstständigkeit anzubieten. Diese Hilfeform ist als eine Vorstufe zum ambulant Betreuten Wohnen zu verstehen.

Das stationär intensiv Betreute Wohnen...

… gem. §§ 34 und 41 SGB VIII richtet sich ebenfalls an Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr, die ebenfalls eine „Übergangshilfe“ benötigen.

Das stationär intensiv Betreute Wohnen gleicht schwerpunktmäßig den Anforderungen des stationär Betreuten Wohnens, unterscheidet sich jedoch zum einen durch die höheren Präsenzzeiten der PädagogInnen an sieben Tagen in der Woche und zum anderen durch das wohngruppen- bzw. familienähnlichen Miteinander in einer 4er-WG. Die Wohnungen in Bielefeld Mitte bzw. Bielefeld Brackwede verfügen über vier Wohn- Schlafräume und über großzügige Gemeinschaftsräumlichkeiten, die vollmöbliert und entsprechend der Bedürfnisse von jungen Menschen ausgestattet sind.

Wie auch im stationär Betreuten Wohnen bietet im stationär intensiv Betreuten Wohnen eine rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft Sicherheit durch die Möglichkeit, eine sofortige Ansprechperson erreichen zu können.

Die intensive Anleitung und Begleitung im stationär intensiv Betreuten Wohnen richtet sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrem Verselbstständigungsprozess ein Lern- und Erfahrungsfeld benötigen, das ihnen einen strukturierten, Orientierung sowie Sicherheit gebenden Rahmen bietet. Dieser beinhaltet bspw. neben der angeleiteten Selbstversorgung auch die Durchführung gruppenbezogenen Aufgaben, wie das durch die PädagogInnen begleitete gemeinsame Einkaufen und Kochen eines Bewohners für die Gruppe.
 
Das stationär intensiv betreute Wohnen ist ebenfalls als Vorstufe zum ambulant Betreuten Wohnen zu verstehen.


Zu diesem Angebot ist eine umfassende Leistungsbeschreibung und Konzeption mit dem Jugendamt vereinbart - die Finanzierung erfolgt über einen mit dem örtlichen Jugendamt ausgehandelten Tagessatz.